FORMALWISSENSCHAFT- LICHER BEWEIS DER EXISTENZ GOTTES ÜBER KALKÜL Eine SILENCED-BY-SCIENCE Publikation In mandato Dei THEORIA RELATIVITATIS PHILOSOPHIAE 150 000 C rove-Me-Wrong Quiz + 80 % Gewinnanteil (S 657 BGB) Seite 444 ft Mathematische Philosophie und Philosophie der Grammatik ROBERT GILBERT HENRY OUTLAW OF PHILOSOPHY E ST 19 7.
AM ENDE WERDET IHR DAS, WAS IHR NICHT GETAN HABT, NICHT GETAN HABEN! Denn immer leuchtet in deinen Augen, o Freiheit! Scheint das hohe Licht, das die Welt rettet; Und wenn du uns auch tötest, werden wir auf dich vertrauen. John Hay „Mit der Abschaffung der Miete und des Zinses, der letzten Überreste der alten Sklaverei, schafft die Revolution mit einem Schlag das Schwert des Henkers, das Siegel des Richters, die Keule des Polizisten, den Zollstock des Finanzbeamten, das Radiermesser des Ministerialbeamten, alle diese Insignien der Politik ab, die die junge Freiheit unter ihrem Absatz zermalmt.“1 Proudhon 1 Beide von: Retrieved on 27th January 2022 from http://fair-use.org and https://archive.org. This is a complete electronic transcription of the second edition (1897) of Instead Of A Book, By A Man Too Busy To Write One by Benjamin Tucker, a self-published collection of Tucker’s writings from the individualist anarchist periodical Liberty. Eigene Übersetzung. https://theanarchistlibrary.org/library/benjamin-tucker-instead-of-a-book.
FORMALWISSENSCHAFTLICHER BEWEIS DER EXISTENZ GOTTES ÜBER KALKÜL - MATHEMATISCHE PHILOSOPHIE UND PHILOSOPHIE DER GRAMMATIK THEORIA RELATIVITATIS PHILOSOPHIAE EIN FACH-, SACH- UND LEHRBUCH.
Robert Gilbert Henry: FORMALWISSENSCHAFTLICHER BEWEIS DER EXISTENZ GOTTES ÜBER KALKÜL - MATHEMATISCHE PHILOSOPHIE UND PHILOSOPHIE DER GRAMMATIK - THEORIA RELATIVITATIS PHILO- SOPHIAE Cover: Robert Henry/pixabay.com Satz & Layout: Robert Henry Verantwortlich für Herstellung und Druck:Lulu.com, 627 Davis Drive, Suite 300, Morrisville, NC 27560, USA Alle Bilder CC Lizenz by pixabay.com Schriftart SPQR: https://www.iconian.com/commercial.html Korektorat/Lektorat: https://quillbot.com/de/rechtschreibprufung Verantwortlich für den Inhalt: Stefan Radomski, Schloßstrasse 2 c, 86405 Meitingen, [email protected] Telegram: Goodreads: Englische Publikation: ISBN: 978-1-326-45718-1 Copyright ©2025 Robert Gilbert Henry (17.12.25) Lizenz für das Gesamtwerk: CC-BY 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de Nur zur wissenschaftlichen Nutzung, aber jeder darf meine PDF-Datei gegen eine Lizenzgebühr von 10 % vom Profit nutzen. Überweisung an: Stefan Radomski, SPK Schwaben-Bodensee, IBAN: DE56 7315 0000 0030 5691 07, BIC: BYLADEM1MLM. Lizenz für die Wikipedia-Artikel: CC-BY-SA 4.0 MEGA ist eine nicht-gewerbliche IG mit Sitz in Meitingen zur Förderung paternalistischer Strukturen und dandyesker Verhaltensweisen..
2Robert G. Henry, geboren 1972, Studium der Philosophie, der Mathematik, der Rechtswissenschaft und der Medizin. Als Kritiker des Mainstreams geht er in seinen Veröffentlichungen sehr subtil vor und lotet die Grenzen des Sagbaren konsequent aus. "Ingrede iter periculosum philosophi absoluti! Obice visiones tui periculo controversitatis! Infer opinionem tui et nota gerro- nis non time, enim macula conformitatis pessima est! Defende audaciter atque in rogationibus principiorum persuasiones tui, si ingens impensus sit!"3 Thomas J. Watson Sr. 2 Model: https://pixabay.com/de/users/vika_glitter-6314823/ 3 Schlagen Sie den gefährlichen Weg des unabhängigen Denkers ein. Setzen Sie Ihre Ideen den Gefahren der Kontroverse aus. Bringen Sie Ihre Meinung ein und fürchten Sie nicht das Etikett des ’Spinners’, denn der Makel der Konformität ist viel schlimmer. Und treten Sie in Grundsatzfragen uner- schrocken für Ihre Überzeugungen ein, koste es, was es wolle..
INHALTSVERZEICHNIS Einleitung 6 I. Heranführung an die Definitionstheorie 11 II. Definitionstheorie 37 III. Makrobiologische Berechnung des Immunsystems 163 IV. Falsifikation des Poststrukturalismus 233 V. Rechtsphilosophie 273 VI. Philosophisches 323 VII. Teleologischer Gottesbeweis 367 VIII. Ontologischer Gottesbeweis 375 IX. Kosmologischer Gottesbeweis 379 X. Neues Atommodell 419 XI. Schlusswort 423 Literaturverzeichnis 426 Tabellenverzeichnis 431 Abbildungsverzeichnis 433 Definitionsverzeichnis 435 Linkverzeichnis nach Fußnoten 439 Auslobung BGB § 657 444.
EINLEITUNG Das erklärte Ziel dieser Definitionstheorie hat den Nicht-Philo- sophen und Fachfremden zum Ziel, welcher in die Lage ver- setzt werden soll, erstens sich eigenständig ohne akademische Vorbildung Wissen zu erarbeiten und ebensolches akademi- sches Wissen kritisch zu beurteilen, sodass dies zur Selbster- mächtigung des Individuums beiträgt und Autoritäten obsolet werden lässt. Grundlage eines jeden Wissens ist die Definition. Das Dilemma und Problem heutiger Wissenschaft ist der con- sensus gentium (Übereinstimmung der Wissenschaftler), auch Gettier-Problem genannt. Wissen wird nicht durch Überein- stimmung wahr, sondern durch Widerspruchsfreiheit, was schlussendlich eine Frage der (formalen) Logik ist, welche ih- rerseits wiederum (fast) eine eigene Wissenschaft darstellt, welcher Historiker, Juristen, Sprachwissenschaftler … eben- falls nur rudimentär mächtig sind. Robert Gilbert Henry akzep- tiert keinerlei wissenschaftlichen Konsens, sondern nur Fakten, die mittels formaler Logik, Argumentations- und Wahrneh- mungstheorie sowie mathematischer Methoden aufgrund un- fehlbarer, hundertprozentig erwiesener Prämissen festgestellt worden sind. Gleich zu Beginn stellt der Autor die Frage nach der Auszeich- nung eines Bezugssystems Sprache, in welchem Begriffe letzt- instanzlich definiert und Theorien überprüft werden sollen. Einstein erklärte in seiner Relativitätstheorie, dass dies seiner Meinung nach unmöglich sei, Robert Henry aber beweist ihm das Gegenteil. Sprache und Grammatik sind untrennbar mit Wissen und Objektivität verbunden. Wissensbasis sind in die- ser Veröffentlichung einzig unfehlbare Definitionen, wodurch unfehlbare Syllogismen und Konklusionen möglich sind, denn wenn die Basis (1 + 1 = 2) der Konklusion 1 + 2 = 3, nicht letztinstanzlich bewiesen werden kann, bleibt immer eine ge- wisse Unsicherheit. Robert Henry zeichnet das Lateinische als Wissenschaftssprache aus und begründet dies folgendermaßen: Den deutschen Begriff Dreieck könnte man definieren als: Fi- 6.
gur der Fläche mit hundertachtzig Grad Winkelsumme. Das la- teinische Pendant aber wäre eine Zirkeldefinition, denn: Tri- angulus (Dreieck)! Somit sind im Lateinischen die Begriffe „Drei“ und „Winkel“ in jeglicher Form (dekliniert, gebeugt, als Komposita …) in der Definitio verboten. Allerdings kann diese Begriffs- und Definitionstheorie ein Stu- dium der Philosophie, Mathematik oder Logik nicht ersetzen, ausbreiten oder in dieses einführen. Eine gewisse Grundkennt- nis dieser muss einfach vorausgesetzt oder sollte sich während des Studiums dieser Definitionstheorie erarbeitet werden. Der Autor nimmt keinerlei Rücksicht auf Emotionen, Irrationalitä- ten oder Widersprüche, weder im wissenschaftlichen Betrieb noch im alltäglichen Wahnsinn, sondern zeigt diese schonungs- los und radikal auf, auch mit einer zuweilen sehr deutlichen und offensiven Ausdrucksweise. Zur Überprüfbarkeit: Die Definitionstheorie ist eine formallo- gische Theorie. Dies beinhaltet, dass eine Überprüfung nur mit den Mitteln der Logik und Argumentationstheorie möglich ist. Bei der Logik existieren keine zwei Sichtweisen, denn ein Satz und seine Negation können nicht gleichzeitig wahr sein. - Satz vom Widerspruch - Ab Seite 379 findet sich der deterministische, topologische Gottesbeweis, dessen Überprüfung formallogisch und empi- risch möglich ist, jedoch nur, wenn man über entsprechende Fachkenntnis verfügt. Dem einzelnen Fachfremden, ob nun Akademiker oder nicht, ist nur eine Prüfung auf Widerspruchs- freiheit möglich, denn ob es eine weitere Möglichkeit der Be- rechnung des rechten Winkels gibt, ist vom Einzelnen nicht zu überprüfen. Da der Autor eine Philosophie der Grammatik auf Algebra entwickelt und diese mit der Philosophie der Mathe- matik verknüpft, sind deren Erkenntnisse ohne sicheren Um- gang mit Grammatik und Mathematik der Oberstufe nur schwer zugänglich. Zudem werden bei der Berechnung des Im- munsystems im mittleren Teil dieser Veröffentlichung fortge- schrittene medizinische Kenntnisse erwartet. 7.
Zu beachten gilt, dass bei der vorliegenden allgemeinwissen- schaftlichen Veröffentlichung, welche sich an die Allgemein- heit richtet, ein zu formeller und detaillierter Standard nicht er- wartet werden darf. Außerdem werden in dem vorliegenden Werk sowohl Fachzeit- schriften als auch Wikipedia-Artikel und Webseiten zitiert und angeführt, da die Beschaffung wie auch Interpretation von Fachliteratur eine große Hürde für die Allgemeinheit darstellt. Der Umfang dieser Publikation entspricht demjenigen einer in- terdisziplinären Forschungsarbeit, wodurch eine Peer-Review- Betrachtung von Spezialisten ausgeschlossen ist, da ein inter- disziplinäres Prüfverfahren nicht existiert. Die Einteilung und Ordnung der Aussagen in die einzelnen Teilgebiete könnte auch anders vorgenommen werden, da die- ses Werk äußerst komplex ist und alles mit allem durch Junkto- ren4 in Relation steht. Das Problem der Wissenschaft lässt sich mit folgendem Ketten- argument veranschaulichen: Wenn der Determinismus mit der Genetik begründet werden kann, dem Empfänger (Literaturwissenschaftler) aber die Ge- netik unbekannt ist, dann ist die Begründung zwar wissen- schaftlich, aber wertlos, da der Empfänger diese nicht nach- vollziehen kann. Es wird folgendes Schema in der Definitionstheorie verwendet: Definiendum = Definiens + Definiens Wert der Definition Definition Somit orientiert sich dieses Schema an der Algebra. „Faber est suae quisque fortunae“5 4 Iunctor (mask.) (lat.) = Verbinder, iunctio (fem.) (lat.) = Verbindung, beide konsonantische Deklination. 5 Jeder ist sich selbst seines Glückes Schmied. Appius Claudius Caecus 8 (340 v. Chr. – 273 v. Chr.)..
ANTECEPTIO CONCLUSUM NONNULLARUM PONDEROSARUM (Vorwegnahme einiger wichtiger Schlussfolgerungen) 1. Durch den Gottesbeweis wird der Transhumanismus vollum- fänglich widerlegt. 2. Die Gleichberechtigung wird durch biologische Fakten wider- legt, allerdings wird das Ganze durch den absichtlich herbeige- führten naturalistischen Fehlschluss relativiert und die Forderung „Gleiches Geld für gleiche Leistung“ bewiesen, was Quotenrege- lungen redundant werden lässt, jedoch begründet auf dem aktu- ellen Verhalten der Gesamtbevölkerung. 3. Es wird bewiesen, dass der Kapitalismus als systema perpetua nicht taugt. Allerdings wird eine Abschaffung dessen nicht durch Sozialismus oder Kommunismus erreicht, also durch mehr Autoritäten, sondern nur durch die Selbstermächtigung des Individuums, also durch mehr „Staaten“. 4. Durch die Berechnung des Immunsystems werden sämtliche Maßnahmen als willkürlich bewiesen und von der Panik der Politiker getrieben. 5. Die Widerlegung der Queer-Theorie erfolgt sowohl durch medizinische und biologische Fakten bzw. durch Genetik (Y- Chromosom) als auch durch die Grammatik, weil der englische Begriff „Gender“ im Lateinischen wie auch im Deutschen keine Beweiskraft entfaltet, weil dieser Begriff in diesen Bezugssyste- men nicht vorhanden ist. Durch die Auszeichnung des Latei- nischen als letzte Instanz liegen unumstößliche mathematische Beweise für die Pseudowissenschaftlichkeit dieser Theorie vor, denn es ergibt sich nach Karl Popper ein gegensätzlicher, begrün- deter Beobachtungs- bzw. Wahrnehmungssatz. Zudem stellt eine Definitionsverweigerung der für diese Theorie überlebensnotwen- digen Begriffe eine Immunisierungsstrategie dar. 6. Es handelt sich hierbei nicht um den Beweis eines personali- sierten, eifersüchtigen Gottes der Bibel oder anderer Glaubensge- meinschaften, da zumindest in der Bibel die Rede vom bedingungslosen Glauben an Gott das Paradies verheißt. Ein Beweis ist das Gegenteil - Essentia supernaturalis. 9.
I HERANFÜHRUNG AN DIE DEFINITIONSTHEORIE KALKÜL 1. TEIL6 (Behandelte Themen: Metaphysik, Essentialismus, Philosophie der Grammatik, Wissenschaftstheorie) P.S.: Wegen der langjährigen Expertise des Autors in der lateinischen Sprache lassen sich gewisse lateinische Eigenheiten wie das Weglassen von Artikeln oder Nomen, welche vom Leser eigenständig hinzugedacht werden können, oder Dativ/Genitiv-Konkurrenzen nicht völlig vermeiden. 6 Um ein Mathematikbuch zu vermeiden, wird die Widerspruchsfreiheit nur bei den wichtigsten Definitionen aufgezeigt. Der Leser darf und sollte sich dies eigenständig erarbeiten. Es gelten für die gesamte Publikation folgende Symbole: Ɐ = Allsatz, Festlegung, Ɐ⌐ⱻ = Definition..
I.I 1. Eine Metasprache7 ist eine „Sprache über Sprache“.8 2. Die Sprache, über die eine Metasprache spricht, ist die zu- gehörige Objektsprache.9 3. Metasprache bezeichnet allgemein eine Sprache über eine Sprache. 4. Im Normalfall und damit in der Hauptbedeutung bezeichnet Metasprache eine Sprache über eine Objektsprache im Sinne einer Sprache über nichtsprachliche Gegenstände. Die unten angeführten Beispiele sind Schulbeispiele für diese Hauptbedeutungen. 5. In einer anderen Bedeutung kann Metasprache auch eine Metasprache über eine Metasprache sein und heißt dann (im Fall einer zweistufigen Metasprachlichkeit) Metametasprache. Es gibt dann also eine Metametasprache, eine Metasprache und eine Objektsprache. Eine reine Metasprache ist ein Ideal, praktisch sind Metaspra- chen nicht rein. 6. Metasprache ist dann in einer schwächeren Bedeutung eine Sprache, „in der auch über Sätze der Objektsprache gespro- chen wird.“10 Zusammengefasst ist eine Metasprache eine Sprache über eine Sprache, die entweder eine Objektsprache oder selbst eine Me- tasprache sein kann, wobei dies in reiner Form oder gemischt mit objektsprachlichen Elementen sein kann.11 Ich find's ja toll, dass ihr Logiker glaubt, dass man nur genü- gend Definitionen braucht, die alle zirkulär und somit sowieso 7 Meta (μετά) = hinter‘, ‚über‘. 8 Ulrich: Metasprache. In: Linguistische Grundbegriffe. 5. Auflage. 2002. 9 Wunderlich: Arbeitsbuch Semantik. 2. Auflage. 1991, S. 343. 10 Wilhelm K. Essler: Einführung in die Logik (= Kröners Taschenausgabe. Band 381). 2., erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 1969, DNB 456577998, S. 16; vgl. auch Reichenbach: Grundzüge der symbolischen Logik. 1999, S. 10 „Metasprache“ kann auch im Sinne von „als eine Mischung von Wör- tern der ersten und der zweiten Stufe“ verwendet werden. 11 https://de.wikipedia.org/wiki/Metasprache 11.
irrelevant sind, um etwas zu begründen. Da verschafft man mit all diesen unsinnigen Definitionen jedem x-beliebigen Logiker eine schöne und gemütliche Existenzberechtigung. Freunde: Ich werde mich mit euch über diesen zirkulären pseu- dowissenschaftlichen Unsinn nicht unterhalten, wenn ihr mir nicht ein Studium des Lateinischen und Altgriechischen nach- weisen könnt, da auf einer anderen Basis keine Diskussion dar- über möglich ist. Eine Metasprache ist eine Sprache über Sprache ↓ ↓ ↓ ↓ Definiendum Nominativ Kopula Gleichsetzungs- nominativ 1. Teil der Defini- tio 2. Teil der Definitio Akkusativ Tabelle 1 Zur Verdeutlichung des Zirkels ein kleines Beispiel aus der la- teinischen Übersetzung, die sich gerade in Arbeit befindet: 1. Traditio oralis summa est „traditio oralis super traditione orale.“ 2. Traditio oralis, quae de traditione orale summa loquit, est traditio oralis obiectalis eius. 3. Traditio oralis summior12 traditio oralis super sermone ge- neraliter significat. 4. Solito significat traditio oralis summa traditio oralis super traditione orale obiectale in valitu traditionis oralis de rebus non-grammaticalibus. 5. In valitu alio traditio oralis summa etiam traditio oralis summa super traditione orale summiore? sit et nam est traditio oralis summior? (in casu metagrammaticalis duplicis). Tum sunt traditio oralis summior?, traditio oralis summa, traditio oralis obiectalis. Traditio oralis summa simplex est idealis, traditiones orales summiores practice sunt non simpleces. 12 Durch die mathematische Struktur des Lateinischen mittels des Anhän- gens der entsprechenden Endungen lässt sich prinzipiell von jedem Ad- jektiv z. B. „rot“ ein Superlativ bilden, was aber inhaltlich in beiden Fall falsch ist. 12.
6. Nam traditio oralis summa in valitu vaniore est traditio ora- lis, qua etiam de sententiis traditionis oralis obiectalis loquitur. Conclusus traditio oralis est traditio oralis super traditione orale, quae aut traditio oralis obiectalis sit aut ipsa traditio oralis summa, cum ea simliciter vel miscellanee sit cum ele- mentis traditionis oralis obiectalis. Traditio oralis summa (Metasprache) ist bereits ein Superlativ (summa), denn summus = der oberste. Das ist nicht mehr stei- gerungsfähig! Man benötigt schon ein ziemlich seltsames Abs- traktionsvermögen, um eine Metametasprache (traditio oralis summior?) - also einen Super-Superlativ zu erfinden. Ziemlich genial, einfach so mal eine neue Steigerungsform zu erfinden – Nobelpreis oder Klapsmühle? Ich hätte wahrlich nicht gedacht, dass es AKADEMIKERN möglich ist, drei Zirkel in einer Definitionsgleichung unterzu- bringen. Das dürfte ein Fall fürs Guinnessbuch der Rekorde sein. Selbiges gilt bei Edmund L. Gettier: Is justified true belief knowledge?13 Formel: Knowledge is (=) justified true belief? Wissen ist beurteilter, wahrer Glaube? Definiendum Kopula Definitio Tabelle 2 Folglich liegt eine Zirkeldefinition vor, da Wissen mit dem Ge- genteil definiert werden soll. Allein aus der Analyse der vulgär- lateinischen unzulänglichen Begriffe ergibt sich schon die Un- sinnigkeit dieser Forschungsfrage. Belief = Glaube und keinesfalls Meinung! 13 Marc Andree Weber und Nadja-Mira Yolcu (Hrsg.), Edmund L. Gettier - Is Justified True Belief Knowledge? Ist gerechtfertigte, wahre Überzeu- gung Wissen? Reclams Universal-Bibliothek Nr. 19577, 2019 Philipp Reclam jun. Verlag GmbH. 13.
Opinion = Meinung! Wer sich selbst dem Vulgärlateinischen ohnmächtig zeichnet. I.II DIE WAHRHEIT IST ABHÄNGIG VON DER DEFINITION! Begründung: Erstens kann eine Definition per se nicht „beobachtet“ werden und somit unterliegt diese keiner Interpretation. Es kann also nicht sein, dass Person A behauptet, dass Liebe = x + d sei, und gleichzeitig behauptet Person B, dass Liebe b + z sei. Hier ist mindestens eine von beiden Definitionen falsch, unter Umstän- den beide. Tertium datur14! Es wird später aber noch bewiesen, dass es keine Erkenntnisse und somit auch keine Definitionen a priori gibt. Immanuel Kants Erkenntnisse werden in diesem Buch vollständig widerlegt, sofern sie jemals gültig gewesen wären. Zweitens beweist man die inhaltliche Richtigkeit einer Defini- tion mittels der reductio ad absurdum, was in einem der nächs- ten Punkte an weiteren Beispielen noch demonstriert wird. Drittens wirft die Frage „Was ist das?“ zwingend die Frage nach der Definition auf. Somit negiert Karl Popper die Klärung der naturwissenschaftlichen Fragen: Was ist Kraft? Was ist Energie? Was ist Raum? Was ist Arbeit? Was ist Widerstand? Was ist Leistungsfähigkeit? Was ist Leistung? P = W : t. „Die Leistung ist der Quotient aus verrichteter Ar- beit oder dafür aufgewendeter Energie und der dazu benötigten Zeit.“15 Welche Eingebungen oder Nicht-Eingebungen muss man ha- 14 Ein Drittes ist gegeben. https://de.wikipedia.org/wiki/Satz_vom_ausgeschlossenen_Dritten 15 https://de.wikipedia.org/wiki/Leistung_(Physik) 14.
ben, um solch einen Unsinn von sich zu geben? Poppers ge- samte Falsifikationstheorie ist in der Gesamtschau ebenso ab- surd wie Nietzsche, Feuerbach oder Hegel. Dennoch wirft das gleich ein erstes Problem auf: Was ist eine Definition? Somit müssen Kriterien festgelegt werden, wie eine Definition auszusehen hat. Zweites Problem: Was passiert, wenn meine Definition falsch ist bzw. wie kann ich feststellen, ob eine Definition richtig ist? Denn es wäre natürlich fatal, wenn man alles auf eine x-beliebige, unbewiesene und somit fehlbare Definition aufbaut. Was muss eine Definition leisten? Nun, sie muss bestimmen, was x ist. Das heißt nicht, Liebe ist Glück. Das ist falsch, denn mathematisch formuliert: Liebe (x) = Glück (y). Ergo falsch! Denn x kann niemals gleich y sein! Semantisch bedeutet das obendrein noch, dass Liebe ein Zu- stand des Glücks ist, denn ein Prädikatsnomen bezeichnet ei- nen Zustand des Subjekts, ein Adjektiv eine Eigenschaft. Zu- sätzlich würde dies implizieren, dass eine Definition von Glück nicht mehr notwendig ist, denn Liebe = Glück und vice versa. Somit hebten sich beide Begriffe auf. Also benötigen wir ande- re Kriterien. Es bleibt festzuhalten, dass eine Definition x be- stimmen muss. Wir nehmen mal die Vase. Bei der Vase können wir nicht sagen: Vase = Topf, Behältnis … Das ist viel zu unge- nau. Also: x = . Wir brauchen hier aber noch zwingend irgend- eine Summe. Also: x = y + z. Wir setzen die Begriffe wieder ein: Vase (x) = Behältnis (y) + z. Das ist unsere Definition, als Gleichung formuliert. Damit können wir in der Philosophie na- türlich nichts anfangen, weil Sprache deutlich komplexer funk- tioniert als Mathematik. Wir müssen also einen Blick ins Latei- nische und Altgriechische werfen. Wir halten fest: Eine Vase (x) ist (=) ein Behältnis (y) + x. Grammatikalisch: Subjekt (x) = Prädikatsnomen (y) + z. Jetzt sind wir direkt bei der lateini- schen Deklination. Wir benötigen nun ein Attribut zum Prädi- katsnomen, denn wir müssen das Prädikatsnomen irgendwie bestimmen. Ansonsten heben sich unser Subjekt und unser Prä- 15.
dikatsnomen gegenseitig auf. Die Gleichung (Definition) ist nicht ausgeglichen und somit keine Gleichung (Definition). Da die Deklination im Lateinischen und Altgriechischen über alt- griechische/lateinische Begriffe festgelegt ist (Dativ = dare, Genitiv = genus, Akkusativ = accusare, Nominativ = nominare, Ablativ = ablatus …), können wir das nicht in Zweifel ziehen, außer wir widerlegten die betreffenden lateinischen Verben. Und als „Attribut“ bleibt somit nur noch der Genitiv übrig. Es ergibt sich nun die Festlegung der Definition: Subjekt = Prädi- katsnomen + Genitiv. Aber Vorsicht: Das ist die Mindestanfor- derung. Philosophen-Deutsch: Vase ist ein Behältnis der befris- teten Erhaltung von Blumen. Topf ist der Gegensatz und dient der langfristigen Erhaltung von Pflanzen. Umgangssprachlich: Vase ist ein Behältnis zur Erhaltung von Pflanzen/Blumen. Der Dativ ist vollkommen korrekt, da viele Funktionen des lateini- schen Genitivs der deutsche Dativ übernommen hat. Als Refe- renzsprache muss Latein dienen, denn erstens gibt es keine an- dere Bezeichnung der grammatischen Fälle und zweitens sind diese exakt nach ihrer Bedeutung definiert und werden konse- quent angewendet. Im Altgriechischen ist das nämlich nicht mehr der Fall. So wie man eine Summe erweitern kann (y + z + g + h + b), so kann man auch Definitionen des besseren Ver- ständnisses wegen erweitern (Prädikatsnomen + Genitiv + Ge- nitiv + Dativ + Akkusativ usf.). Somit ergibt sich: Ɐ⌐ⱻ16 (1): „Definitio determinatio generis vel originis notionum cogitatiarum est.“17 Im Lateinischen gibt es auch noch die Möglichkeit mit Ablativ, da einige Funktionen des Ablativs der altgriechische Genitiv 16 Ɐ = Allquantor https://de.wikipedia.org/wiki/Quantor Ɐ ⌐ⱻ Erklärung auf S. 123 17 Eine Definition ist die Bestimmung der Herkunft oder der Abstammung von Begriffen (wodurch die Differenzierung von anderen Begriffen gewährleistet wird). Horismus (όρισμος) altgr.: = Defintion. Eigent lich aber perceptia limitatio. 16.
oder Dativ übernimmt. Eine weitergehende Ausführung bedarf dann doch deutlich detaillierterer Kenntnisse der Wortherkunft und Grammatik. I.III Beispiel der Ableitung der Funktionen: ablatus (PPP18 von auferre) →wegnehmen, wegtragen Ablativus separationis Ablativus originis Ablativus limitationis Ablativus instrumenti usw. Abbildung 3 genus →Abstammung, Geburt, Stamm, Geschlecht, Gattung Genitivus possessivus Genitivus qualitatis Genitivus partitivus Genitivus subiectivus usw. Abbildung 3.1 Die Gegensatzpaare sind folglich: Nominativ → Vokativ, Ge nitiv → Ablativ und Dativ → Akkusativ. Aus dem Englischen kennen wir indirektes Objekt (Dativ) und direktes Objekt (Ak- kusativ). Daher sollte bei der Betrachtung des Englischen auf- fallen, dass hier etwas nicht stimmt. Denn Nominativ kann nie- mals Gegensatz zu Genitiv sein. Und auf diese Weise sind alle Funktionen der grammatischen Fälle einzig und allein nur im Lateinischen festgelegt. Denn ein Genitivus qualitatis ist im Deutschen ein Dativ und im Englischen ein „of-Dativ“. Selbst 18 Partizip Perfekt Passiv. 17.
im Altgriechischen und et alia ist das in keinster Weise in die- ser einzigartigen Folgerichtigkeit festgelegt. Im Übrigen ca. um das Jahr 1000 vor Christus eine erstaunliche kognitive Meister- leistung. Ich gehe davon aus, dass Latein bereits um 1000 vor Christus gesprochen wurde. Es gibt zwar keinen einzigen ar- chäologischen Nachweis dafür, jedoch gehe ich aufgrund häu- figer kriegerischer Auseinandersetzungen in der Antike, davon aus, dass sämtliche Schriftzeugnisse vernichtet wurden. Es ist allerdings belegt, dass vom gesamten antiken Schrifttum nur ca. 0,1 % heute noch erhalten sind1920. I.IV AUSZEICHNUNG DES BEZUGSSYSTEMS LATEIN VOR ALLEN ANDEREN SPRACHEN ZUR ALLEINI- GEN BERECHTIGUNG DER ÜBERPRÜFUNG DER RICHTIGKEIT EINER DEFINITION Wie oben bereits erwähnt, gibt es keine deutsche, englische, spanische, französische, hebräische, japanische oder chinesi- sche Entsprechung der Begriffe Nominativ, Genitiv, Dativ, Ak- kusativ, Ablativ, Vokativ, Separativ, Lokativ etc. Des Weiteren gibt es Abweichungen in der logisch begründeten Festlegung von Dativ und Genitiv in der deutschen als auch englischen Sprache. Was im Deutschen einem Dativ entspricht, wird im Englischen auch mit dem „of - Genitiv“ bezeichnet. Dadurch erfüllte, im streng wissenschaftlichen Sinne, eine deutsche De- finition nicht die vorher festgelegten Kriterien, während diese im Englischen voll erfüllt wären. Die Definition wäre für einen Deutschen also nicht erfüllt, für einen Engländer oder Ameri- kaner jedoch sehr wohl. Somit ergäben sich in jeder National- sprache aber nicht wenige gegenteilige Beobachtungssätze (Karl Popper)21 und keine Definition wäre wissenschaftsüber- 19 https://de.wikipedia.org/wiki/Bücherverluste_in_der_Spätantike 20 https://www.youtube.com/watch?v=D_ZfZaRCWTI 21 Karl Popper „Logik der Forschung“ Springer Verlag Wien GmbH, 1935, ISBN: 978-3-7091-2021-7. 18.
greifend gültig. Im Übrigen noch nicht mal irgendeine Theorie, welche auf Umgangssprache beruht. Des Weiteren sind „Defi- nitionen“ wie „die Würde des Menschen“ etc. wissenschaftli- cher Nonsens, da es sich hierbei wieder um eine Zirkeldefiniti- on handeln würde, denn man definierte eine Genitivkonstrukti- on mit einer Genitivkonstruktion. Da bleibt auch abermals nur Latein übrig: Ars amatoria – Ovid, wird übersetzt mit die Kunst zu lieben. Das ist aber falsch, denn hier liegt keine Geni- tivkonstruktion vor, da beide Wörter kongruent sind. Es handelt sich um ein spezielles Adjektiv, welches einzig im Lateinischen existiert, mit dessen Suffixen (ius, ia, ium) die Zugehörigkeit angezeigt werden kann. Sozusagen ein Zwischending von Ge- nitiv und Possessivpronomen (Genitiv-light). Die Ableitung von Adjektiven aus Substantiven mittels folgender Suffixe: -ius, -icus, -ivus, -alis, -aris, -anus, -inus und -nus an den No- minalstamm angehängt, bezeichnet die Zugehörigkeit zu einer Person oder Sache. Also die zur Liebe gehörige Kunst. Eine ad- äquate Übersetzung ins Deutsche/Englische ist hier unmöglich. Somit lautet der Begriff Menschenwürde im Lateinischen: Di- gnitas hominia und nicht dignitas hominis. Demzufolge ist, streng metaphysisch betrachtet, nur der lateinische Begriff defi- nierfähig. Das ist in der Welt der Sprachen einmalig. Das hat übrigens auch Isaac Newton nicht verstanden, der es eigentlich wissen sollte. Dignitas hominia ist adjektivisch bestimmt und di- gnitas hominis mittels Genitiv. Aber humanus ist das eigentliche Adjektiv, welches menschlich be- deutet. Somit kann „hominia“ nicht menschlich be- deuten. Bei dignitas hominis wäre Menschenwürde stets zirkulär, da die Definitionsmenge und die Be- griffsmenge beide eine Genitivkonstruktion enthal- ten. Die Herkunft des Begriffes Genitiv stammt aus dem Altgriechi- 19.
schen von genikos (die Abstammung betreffend) bzw. genos (Geburt, Abstammung), lateinisch: genus. Somit sind die deut- schen „Auslagerungen“ des Genitivs in den Dativ logisch falsch, da diese der Herkunft des Begriffs widersprechen. Soll- te ein Laie dieses Buch wider Erwarten in die Hand bekom- men: Eine Definition ist keine Verallgemeinerung, siehe Seite 16. Ɐ⌐ⱻ (2): „Generalisatio est stabilitudo dogmatis scientificae (et nullae defini- tionis).“22 I.V ÜBERPRÜFBARKEIT AN SICH, DIGITALE UND ANA- LOGE GEGENSÄTZE, BEGRIFFSPAARE – UND KET- TEN, RATIONALISMUS ODER EMPIRISMUS Zunächst muss man sagen, dass die Mathematik hier nicht lie- fern kann, da mathematische Methoden keine Möglichkeit lie- fern, zwischen dem Gehalt der Begriffe zu unterscheiden: Für einen Mathematiker kann eine Vase auch ein Behältnis zur Auf- bewahrung des Geldes sein. Mathematisch wären die Kriterien einer Definition erfüllt. Die Mathematik kann den Gehalt eines Begriffes nicht messen. Und demzufolge auch nicht unterschei- den. Sie ist nicht in der Lage zu beurteilen, ob die Ergebnisse, die sie liefert, gut oder schlecht sind. Somit ist die Überprüfung einer Definition nur empirisch, d. h. aus der Erfahrung heraus, möglich. Und jetzt wird es schwierig und tricky: 22 Eine Verallgemeinerung ist die Unveränderlichkeit eines wissenschaftli- chen Lehrsatzes (und nicht einer Definition). Eine Verallgemeinerung ist die Verbindlichkeit/Starrheit (Uneinschränkbar- keit, denn bei dem Objekt/Subjekt „alle Menschen über 40 Jahren“ liegt durch das Attribut bereits eine Einschränkung vor. Somit kann hier von ei- ner Verallgemeinerung im streng logischen Sinn keine Rede sein.Absolutus - Relativus; Verallgemeinerung - Differenzierung) eines wissenschaftlichen Lehrsatzes. Zudem ist es völlig widersinnig einen lateinischen Begriff „ein- zudeutschen“ (absolut ist der Supinstamm von absolutus). 20.
I.VI Überprüfbarkeit Was bedeutet Überprüfbarkeit? „Um die Überprüfbarkeit einer schriftlichen Ar- beit zu gewährleisten, müssen Hypothesen immer begründet und wissenschaftliche, beweisbare Gründe für das eigene Vorgehen und die gezoge- nen Schlüsse genannt werden. Das Vorgehen bei der Erstellung der Arbeit (dies gilt auch für Ex- perimente und Versuche) muss verständlich und nachvollziehbar beschrieben werden. In empiri- schen Arbeiten muss sichergestellt sein, dass alle verwendeten Daten mit angegeben und erläutert werden. Verwendete Quellen müssen einwandfrei belegt sein. Zudem müssen diese immer zitierfä- hig sein. Wichtig: Jedes Ergebnis muss überprüf- bar sein, ansonsten ist es nicht wissenschaftlich.“ 23 Das ist falsch, denn erstens, liebe Universität zu Köln, sind dei- ne Begriffe viel zu unbestimmt (denn was heißt nachvollzieh- bar, wenn der Empfänger dafür zu dumm ist?) und zweitens ist 1 + 1 = 2 weder überprüfbar noch begründbar, da das nicht auf etwas Grundlegenderes zurückgeführt werden kann, aufgrund unterschiedlicher Mengenlehren (Menge der rationalen Zahlen, Menge der irrationalen Zahlen usw.). Es ist, wie ich auf Seite 18 bis 19 gezeigt habe, nicht per se unmöglich, ein Bezugssys- tem vor dem anderen auszuzeichnen, es ist aber auch nicht im- mer möglich. Allerdings ist dies bei der Mengenlehre definitiv unmöglich, weil man keine Begründung für die Auszeichnung finden wird, denn es existieren Zahlensysteme (altgriechisch, römisch), die keine Null als Begriff kennen, und somit ist ein Beweis (Untermauerung) in diesen Zahlensystemen nicht mög- lich. Folglich kann 1 + 1 in griechisch-römischer Zahlschrift 23 Universität Köln, Website. 21.
nicht bewiesen werden und es existiert kein „allgemeingülti- ger“ Beweis. Allgemein anerkannte Theorien lehne ich konse- quent ab, da eine mehrheitliche Anerkennung keine Garantie auf Wahrheit, Weisheit und Erkenntnis ist! Mit welchem Mittel ist es denn einem Mathematiker möglich, die Grammatikregeln einer Sprache wie Latein auf Richtigkeit zu überprüfen? Nach- vollziehen kann er’s erst recht nicht. Ständiges Begründen führt zu unselbstständigem Denken, denn niemand ist mehr ge- fordert, sich selbst etwas zu erschließen. Somit ergibt sich ein Poppersches Verifikationsproblem24. Da man niemals in (ℕ) be weisen kann, ob 1 + 1 = 2 ist, muss man entweder eine Menge auszeichnen (was die Allg. Relativitätstheorie hier unmöglich macht) oder eine andere Lösung anbieten, denn sonst ist jedes mathematische Ergebnis wissenschaftlich irrelevant! Da man aber 1 + 1 = 2 nicht ernsthaft in Zweifel ziehen kann, handelt es sich hierbei um ein Axiom. Axiome entziehen sich dem Be- weis, sind somit also nur durch die Widerlegung ihrer selbst beweisbar (Karl Popper). Ɐ⌐ⱻ (3): „Axioma sunt principia doctrina- rum methodicarum formalium, quae cum instrumento logicae per exclusione de- ductionis emendatae sunt.“25 Das heißt also, dass 1 + 1 = 2 durch die Unmöglichkeit der Wi- derlegung als wahre Aussage absolute Gültigkeit besitzt. Da- durch wird 1 + 2 = 3 folglich unfehlbar. Sie benötigen daher nun laut Aussage Karl Poppers mindestens einen Beobach- tungssatz, um mir meine Theorie zu widerlegen, und diesen gibt es nicht, weil bei 1 + 1 = 2 die Antithese unmöglich ist. Hegels Dialektik ist widerlegt! Somit hat die Widerlegung Vor- rang vor dem Beweis. Merke: Wer versucht, die Logik zu falsi- 24 https://de.wikipedia.org/wiki/Falsifikationismus 25 Axiome sind also Grundprinzipien der formal-empirischen Wissenschaf- ten, die durch die Unmöglichkeit der Deduktion mit logischen Mitteln un- fehlbar sind. 22.
fizieren (in Zweifel zu ziehen), an demjenigen ist wahrlich ein schlechter Philosoph verloren gegangen. Reactio semper con- sequit actionum!26 P.S. Wenn Thomas Berthold, seines Zeichens Fachmann für Falsifizierbarkeit, behauptet, am 29.08.2020 seien 1,5 Millio- nen Menschen in Berlin gewesen, weil er dort war, ist das ebenso unsinnig, als wenn X, Y, C behaupten, das gehört so, weil wir das so sagen. Wer hat nun Recht? Soviel zur objekti- ven Überprüfbarkeit. Und wem's um „Glauben“ geht, dem kann ich wärmstens den Vatikan empfehlen, die sind da seit zweitausend Jahren geübt drin. Somit ist die Überprüfbarkeit einer Definition nur empirisch und sprachlich möglich, d. h. durch die Verwendung des Begriffes und sprachliche Fixie- rung. Daraus ergibt sich ein Problem, wenn man nicht über spezifisches Hintergrundwissen verfügt: Der Mathematiker kann dem Philologen nichts widerlegen bzw. nachvollziehen, wenn er nicht über detailliertere Grammatikkenntnisse verfügt, und vice versa. Definition: „Gesundheit ist nicht nur das Fehlen von Krank- heit, sondern auch ein Zustand des völligen geisti- gen, sozialen und körperlichen Wohlbefindens. (WHO)“27 Erstens ist das eine Zirkeldefinition und zweitens wären dem- nach alle Alkoholiker und Junkies gesund, weil diese mit Dro- gen oder Alkohol geistiges und körperliches Wohlbefinden er- reichen, Sportler hingegen wären krank, weil Sport Schmerzen verursacht. Solch einen wissenschaftlichen Blödsinn muss man erst mal hinbekommen. Zurück zu unserer Vase: Da eine Vase im Lateinischen Gefäß bedeutet, ist die Definition zur Aufbe- 26 Isaac Newton: Philosophiae naturalis principia mathematica, Editio ter- tia, 8th May 1713, 2010 Watchmaker Publishing PUB. 27 https://leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/gesundheit/ 23.
wahrung des Geldes widerlegt, denn für Geld hatten die Römer andere Aufbewahrungsmöglichkeiten. Wenn der Mathematiker sich hier sträubte, dann widerlege er mir bitte den lateinischen Begriff! Denn nur durch die Widerlegung der Ursprungsbegrif- fe (Ausgangspunkt) ist das Entkräften meiner Behauptungen möglich. Denn wie will man mir das Gegenteil beweisen, wenn ich von unfehlbaren lateinischen Begriffen, Nomen oder Ver- ben schließe? Es ist nicht so, dass die lateinischen Begriffe per se unwiderlegbar sind; einer müsste lediglich begründen, wie er dies bewerkstelligen wollte. Dazu müsste er eine andere Sprache als Latein/Altgriechisch als die einzige gültige aus- zeichnen und das Lateinische (der Ursprung aller abendländi- schen Sprachen) widerlegen. Die lateinischen oder altgriechi- schen Begriffe sind also genauso wenig widerlegbar wie 1 + 1 = 2. Und Latein/Medizin wird bei der nächsten Definition wichtig: Ɐ⌐ⱻ (4): „Sanitas est perficere totus ne- cessium cotidianarum sine auxilio medi- camentorum.“28 Denn: medicamentum (lat.) = Heilmittel, Hilfsmittel. Und noch dazu bestehen Medikamente aus Alkaloiden29 und diese sind per se giftig, manche mehr, manche weniger. Somit schädigt je- des Medikament den Körper grundsätzlich. Somit widerlegt diese Definition sämtliche Gesundheitspolitik aller Staaten der Erde, denn nun ist es auch ohne Impfung möglich, gesund zu sein. Und das muss eine Definition leisten: bestimmen zu kön- nen, ob denn nun jemand gesund ist oder nicht. Das erfüllt die Definition der WHO keineswegs. Und nur zu argumentieren, dass wir dann alle krank sind, ist noch keine Widerlegung mei- ner Definition. Eine Definition ist unabhängig vom persönli- 28 Gesundheit ist die vollständige Bewältigung des Alltags ohne Unterstüt- zung von Medikamenten. 29 Lehrbuch Vorklinik, Schmidt, Unsicker, Teil A - D, Deutscher Ärzte Ver- lag, 2003. 24.
chen Befinden, der Größe des Geldbeutels, dem Status der Be- ziehung, der Haarfarbe, dem Geburtsdatum etc. Somit ist die Überprüfung einer Definition nur möglich, wenn man, wie in diesem Fall, sowohl über die sprachlichen als auch medizini- schen Fakten Kenntnis besitzt. Außerdem behauptet die WHO durch ihre Definition, dass alle Generationen seit der Antike krank gewesen waren! Es gibt also nur durch Medikamente Gesundheit? Es ist aber schon merkwürdig, dass ohne moderne Medizin Personen wie Platon (80), Demokrit (108), Diogenes von Sinope (< 90), Zenon von Kition (70), Antisthenes (80), Epikur (70), Lukian von Samostata (80), Plutarch (80), Platon (80), Tiberius (79), Sokrates (70), Archytas von Tarent (85), Thales von Milet (80) und Augustus (77) vor zwei bis zweit- ausendfünfhundert Jahren so erstaunlich alt geworden sind. Wohlgemerkt war der Tiber zu den Zeiten des römischen Kai- serreichs völlig verseucht gewesen, aufgrund dessen die Römer sämtliche Abfälle der Stadt Rom in den Tiber geleitet haben. Ich finde es ziemlich bedenklich, dass Gesundheit nur mit Me- dikamenten und Impfstoffen erreichbar sein soll, wenn durch die Historie der Antike das Gegenteil evident ist. Insbesondere wären alle Generationen z. B. des 15./16./17.Jahrhunderts sämtlich krank gewesen, wenn meine Definition falsch ist. Auf den folgenden Seiten werden alle weiteren Definitionen be- gründet, nicht nur durch grammatisches und medizinisches Wissen, sondern dazu noch durch politisches, kaufmännisches, psychologisches, sportmedizinisches, architektonisches, histo- risches, empathisches, philosophisches... Definitionen sind also mathematisch alleine nicht begründbar, weil die Mathematik kein Mittel hat, um über den Gehalt der Begriffe (gut, schlecht) zu entscheiden. In allen nichtlateinischen Sprachen ist eine De- finition nur evidenzbasiert und empirisch begründbar, hingegen im Lateinischen oder Altgriechischen sehr wohl abstrakt und rational, denn lateinische und altgriechische Begriffe sind un- fehlbar. Ich: „Sprache kann man aber nicht erfinden!“ Ihr behauptet, 25.
das sei falsch. Dann „erfindet“ eine Sprache ohne Latein! I.VII Grundlage für die Unfehlbarkeit einer Definition ist die Bil- dung der richtigen Gegensätze. Grundlage hierfür ist das allge- meine Relativitätsprinzip. I.VI.I Begriffspaare, -ketten und Gegensätze: Um einen Begriff definieren zu können, sollte man Gegensatz- paare und gleichzeitig Begriffsketten oder Begriffspaare bilden. Ansonsten ist eine Abstraktionsfähigkeit jenseits von Gut und Böse notwendig. 1. Beispiel Vase: Der Gegensatz zur Vase ist der Topf. Das ist relativ einfach. Es ergibt sich: Vase (1) → Topf (2). Merke: Vase und Topf sind Begriffe, deren Definition völlig unerheblich ist. 2. Beispiel Liebe: Das wird nun schwieriger. Liebe, Hass, Gleichgültigkeit, Freundschaft, Feindschaft, Freund, Feind, Gegner. Liebe (+1) Hass (-1) Freund (+2) Feind (-2) Freundschaft (+3) Feindschaft (-3) Tabelle 3 Soweit, so klar. Aber was machen wir mit Gleichgültigkeit und Gegner? Gehören die überhaupt da hinein? Auf welche Seite? Um das zu bestimmen, müssen wir einen Ausflug ins Latein- ische machen: Gegner ist klar, aber gleichgültig gibt’s im Lateinischen nicht. Gleichgültig bedeutet egal, ob etwas ist oder nicht, es macht keinen Unterschied für denjenigen. Somit ein Adjektiv und kein Begriff. Liebe (+1) Hass (-1) Freund (+2) Feind (-2) 26.
Freundschaft (+3) Feindschaft (-3) Beziehung (+4) Gegner (-4) Tabelle 3.1 Wir können mit dieser Begriffskette sogar rechnen. Und wir wissen, dass Liebe nun das analoge Gegenteil von Hass ist und dass Liebe diametral zu Feind und Feindschaft und Gegner ent- gegengesetzt ist. Das kann bei verzwickten Definitionen, wie sie in der Physik vorkommen, äußerst hilfreich sein. Allerdings sollte man zur Begriffskettenbildung folgende Gra- fik beachten: ANALOGES DENKEN 1. schön (+1) Def. A hässlich (-1) Def. B 2. weiß (+1) nicht-weiß (-1) Abbildung 4 1. Linearer, analoger Gegensatz. 2. Linearer, kontradiktorischer Gegensatz. (1) Hier gilt tertium datur (Aussage 1 wahr oder falsch oder beide Aussagen falsch). Das heißt, man kann mit der Widerle- gung von (-1) nicht beweisen, dass (+1) der Fall ist et vice ver- sa. Hier gilt die Beweispflicht. Nur weil Definition B falsch ist, ist Definition A nicht zwangsläufig richtig. Nur weil Sie mir widerlegen, dass Ihre Frau hässlich ist, ist dies kein Beweis für das Gegenteil.DAS IST FORMALE LOGIK! Gegenteiliges Denken spiegelt das ganz normale Denken des Mainstreams wider. Solches Denken führt nur in der Wis- senschaft und Mathematik bzw. analytischen Philosophie überhaupt nicht mehr zu irgendeiner Erkenntnis. Mit diesem Denken können Sie noch bei Immanuel Kant landen, aber kei- neswegs bei Albert Einstein. (2) Hier gilt tertium non datur (wahr oder falsch). Alle Raben sind weiß, wird widerlegt, wenn einer existiert, der 27.
nicht-weiß ist (grün, gelb, rosa). Hier funktioniert die Widerlegung aufgrund von Relativität. Auf Seite 27 erkennt man nun das Problem auf S. 25: Beziehung (affinitas) (+4) → Gleichgültigkeit (neglectio) (4). Gegner ist folglich der nicht-lineare Gegensatz. Algebraisch ausgedrückt: Bei konträren Gegensätzen der Form: x + d = f contra b + a = f gilt die Beweispflicht. Bei kon- tradiktorischen Gegensätzen der Form: x + d = f contra x + d </> f (nicht f [⌐] ) gilt die Falsifikationspflicht.30 NUMERISCHES DENKEN Abbildung 4.1 Durch Abbildung 4.1 können wir feststellen, ob die Gegensatz- paare konträr oder kontradiktorisch sind. Daraus ergeben sich erstens die Definitionen (mittels wenn … dann) und zweitens, 30 Das Zeichen für Kontradiktion ist: ⌐, Kontravalenz (contrarius) oder bei- de falsch: Def. A˅² Def. B. 28 Liebe (+2) Wahrheit (+3) Feindschaft (-2) Freundschaft (+1) Hass (-1) Lüge (-7).
ob tertium non datur gilt (kontradiktorisch) oder ob tertium datur gilt (konträr). Alle hier genannten Begriffe sind konträr, das heißt, dass die Widerlegung des einen nicht die Widerle- gung oder den Beweis des anderen bedeutet. Definitionen sind demzufolge stets konträr und unterliegen folglich einer Be- weispflicht. Hingegen gilt auf Seite 27 für (2) die Falsifikati- onsbedingung. Wenn man nämlich beweist, dass etwas nicht- weiß ist, dann ist stets das Gegenteil widerlegt. Allerdings exis- tiert bei 2. eine Menge von Existenzsätzen >1. Es ist also nicht möglich, durch die Widerlegung von (-7) zu beweisen, dass (+3) der Fall ist. Noch ein weiteres Beispiel aus der Physik: Antimaterie → Materie ist Schwarz/WeißDenken. Vergleiche Liebe (+2) Wahrheit (+3) Feindschaft (-2) Freundschaft (+1) Hass (1) Lüge (7) dazu: Gut → schlecht. Das ist antikes Denken. Dummerweise sind weder Physiker noch Mediziner zu digitalem Denken in der Lage. Auf S. 123 werden zusätzlich die Begriffe singuläre und pluralistische Allsätze eingeführt. Abbildung 5 Das nenne ich mathematisches Denken, denn genau jetzt sind Neutron, Proton und Elektron nicht mehr das direkte Gegenteil, sondern indirekt. Zum Beispiel: Neutron (-4), Elektron (-13), Proton (+8). Da diese drei schon Gegensätze bilden, sind wei- tere Gegensätze mathematisch unmöglich. Denn der Gegensatz des Gegensatzes ist unmöglich, da dies eine Zirkeldefinition darstellt. Abgesehen davon ist die Begriffsbildung mit dem Ge- genbegriff unzulässig. Wissenschaftssprache ist Latein! Die 29 Neutron (0) Proton (1) Elektron (2).
Präposition „in“ steht für „hinein“: ire, inire, abire, exire … Da gibt es zwanzig Komposita von ire, haben aber nicht die Be- deutung des Gegenteils wie: vaccinated - invaccinated. Außer- dem bedeutet materia = Stoff. Zudem liegt hier ein Fehlschluss vor, denn „materia“ ist lateinisch und „αντι“ ist entlehnt aus dem Altgriechischen. Zudem müsste bewiesen/begründet wer- den, warum Elemente eines Bezugssystems A in einem Be- zugssystem B Aussagekraft besitzen. Sprachphilosophisch bleibt noch zu bemerken, dass sämtliche Wörterbücher nicht auf logischen Schlüssen beruhen, sondern auf dem Gebrauch der Begriffe/Wörter der antiken Autoren. Dummerweise lässt sich auf der Meinung der Mehrheit die Wahrheit aber leider nicht feststellen. Bei der Aussage „Weil Cicero etwas so ver- wendet, ist es richtig“ handelt es sich um ein argumentum ad verecundiam31 und somit um einen klassischen Fehlschluss. So- mit sind die Übersetzungen in lateinischen Wörterbüchern als unwissenschaftlich bewiesen. Das Gegenteil von fehlbar ist nämlich nicht unfehlbar, sondern u. a. erwiesen. Wobei es einen direkten Gegensatz dazu nicht gibt. Die Begriffskette müsste erst gebildet werden, um dies zu entscheiden. Denn man bildet bei Materie-Antimaterie, logisch und unlogisch den Gegensatz mit dem Gegenbegriff. Zirkel und somit pseudowissenschaft- lich. Wenn man sich Begriffe aus dem Lateinischen oder Alt- griechischen „leiht“, ist das alles andere als wissenschaftlich. Noch einmal auf die Deklination zurückgegriffen, gilt folgen- des Schema: Logicum derivatio eventus est Definiendum/ Begriff Definitio 1.Teil Definitio 2. Teil Kopula Nominativ Gleichset- zungsnomi- nativ Genitiv Prädikat Tabelle 4 31 https://studyflix.de/deutsch/autoritatsargument-4739 30.
Man kann auch visuell bereits den Unterschied zwischen Gleichsetzungs-Nominativ (-io) und Nominativ (-um) erken- nen. Zugegeben, sind in diesem Fall verschiedene Deklinati- onsgruppen involviert. Man kann den Nominativ anstatt mit einem Substantiv nicht mit einem Gerundium (regere, mo- vere ...)29 konstruieren. Zwischen einem Gerundium (Gleich- setzungsnominativ) und Nomen (Nominativ) besteht dann im- mer ein Unterschied. Und ein Gerundium kann zudem niemals als Nominativ stehen. Das heißt, dass in nicht flektierenden Sprachen (Italienisch, Spanisch, Englisch, Französisch) dieser Nominativ und Gleich- setzungs-Nominativ nicht existent sind. Dadurch sind gültige, wissenschaftliche Definitionen in diesen Sprachen nicht mög- lich und auch keinerlei Beweise, die etwas wert wären, denn der Nominativ unterliegt im Lateinischen bereits der Deklinati- on, bis auf eine Ausnahme in der konsonantischen Deklination. o-Deklination a-Deklination Nominativ amic-us Nominativ amic-a Genitiv amic-i Genitiv amic-ae Dativ amic-o Dativ amic-ae Tabelle 4.1 Amic- ist der unveränderliche Teil des Nomens (Wortstock) und -us die Nominativendung. Deswegen zeichne ich nämlich nicht die deutsche Sprache als Referenzsprache aus, sondern Latein, weil im Deutschen im Gegensatz zum Lateinischen der Nomi- nativ nicht dekliniert wird. Und wenn man jetzt keinen Nomi- nativ mehr kennt, ist die Anwendung dieses Schemas unmög- lich, ebenso wie das Erkennen einer formalen Zirkeldefinition. Das heißt, dass der eigentliche Begriff nicht Freund oder Freundin heißt, sondern amic. Durch Anhängen der Endung (- a, -us, -um) wird daraus entweder ein Maskulinum, Femininum oder Neutrum. Selbiges gilt dann logischerweise für Deus. Der Begriff ist auch in diesem Fall De und je nach Endung (-us, -a, 31.
-um) wird dann entweder De-us oder De-a daraus. Das verhält sich mit dem Begriff der Gleichzeitigkeit ebenso: Das lateini- sche simul besitzt keinerlei Verbindung zum lateinischen tem- pus. Somit ist das vulgärlateinische Verständnis des Begriffes der Gleichzeitigkeit falsch. Wenn man wirklich so absolut keine Ahnung von Begriffsbil- dungen hat, wie will man dann eine Vorstellung von Gott ha- ben? Einen Zirkel vermeidet man im Lateinischen, indem man die beiden Wortstämme von Definiendum und Definitio ver- gleicht: „Lingua Latina est quantitas elementorum grammati- corum omnium regionis latii.“32 Jetzt die Wortstämme: Latin-a ↔ Lati-um (Genitiv Lati-i). So- mit liegt ganz klar formallogisch kein Zirkel vor. I.VIII BEGRIFFSSYSTEME Es ergäbe sich folgendes Schema: Wahrheit (+1) contradictorius Richtigkeit(+2) Contrarius Betrug (-1) Lüge (-2) Abbildung 6 Dieses System ist linear, was nicht geradlinig bedeutet (denn im Lateinischen ist auch ein Kreisbogen = linealis), aber wider- sprüchlich, weil sich Wahrheit zu Richtigkeit contradictorius verhielte, Richtigkeit zu Lüge aber contrarius. Folglich also falsch, weil Wahrheit zu Lüge und wenn Wahrheit zu Lüge, dann ergeben sich sehr viele Widersprüche, denn Richtigkeit zu Falschheit. Das heißt, dass Begriffssysteme widerspruchsfrei sein müssen, 32 Latein ist die Menge aller sprachlichen Elemente der Region Latium. 32.
also entweder contrarius oder contradictorius. Man kann sich hier aber behelfsmäßig, ausgehend von der De- finition der Wahrheit, bereits ableiten, dass Richtigkeit etwas mit Logik zu tun hat und Betrug und Lüge mit Widerspruch. Auf die Definitionen kann man hier allerdings nicht schließen. I.IX REDUPLIKATIONSPERFEKT Die Analyse des Begriffs setzt logischerweise voraus, dass hier im Perfektstamm etwas re-dupliziert wird. Beispiel: cadere = Infinitiv Präsens. cecidisse = Infinitiv Per- fekt. Folglich wird der Stamm wiederholt. Also auch: accide- re = Infinitiv Präsens wird zu accicidisse = Infinitiv Perfekt und nicht accidisse, denn das ist widersprüchlich und würde den Begriff des Reduplikations-Perfekts ad absurdum führen. Für condere gilt selbiges Schema wie für cadere. Ebenso kann subvertere nicht umstürzen heißen, weil subiec- tum = unterworfen. Subvertere = unter-drehen, wenden. Alles andere ist nicht folgerichtig. Graben heißt fodere! Weiterhin gilt: cresc-ere = Infinitv Präsens Aktiv, cresci = Infi- nitiv Präsens passiv. Folglich kann cresc nicht im Perfekt Aktiv auftauchen, denn: audere → auderi = Päsens. Das Partizip Perfekt Passiv bilden wir stets aus dem Präsens Passiv. Namlich: au(d)sum. Der Konsonant fällt aus, weil die Konsonantenverbindung ds zu z wird, da c/g und s-Perfekt zu x werden. Den Buchstaben z gibt es im Lateinischen nicht. Ergo: Aus PPP ausum wird Perfekt Aktiv ausisse. Daraus folgt dann im Fall von cresc-ere das Perfekt aktiv: cresivisse und das PPP cresum, weil PPPs immer entweder auf -sum oder -tum en- den. Nicht widersprüchlich und folglich richtig. Für cernere gilt selbiges entsprechend. Inmutare = umwandeln. Das ist falsch, denn mutare = verän- dern, wechseln. In-mutare ist der Gegenbegriff und heißt un- verändern, unverwechseln. Alles andere ist nicht logisch, denn in-mutatus (adj.) = unveränderlich! 33.
Inmutatus als Prämisse gesetzt, kann inmutare gar nicht um- wandeln heißen. Deshalb besitze ich völlig unterschiedliche, aber widerspruchs- freie Perfektstämme der konsonantischen Konjugation. 34.
II DEFINITIONSTHEORIE KALKÜL 2. TEIL (Behandelte Themen: Metaphysik, Essentialismus, Philosophie der Grammatik, Philosophie der Mathematik, Philosophie der Physik, Philosophie der Biologie, Wissenschaftstheorie) P.S.: Es handelt sich um wissenschaftliches Latein, frei von jeglicher Äquivokation, was mit einem Latinum, Lehramts- oder Masterstudium nicht beurteilt werden kann, sondern ein- zig formallogisch..
„Alles Unheil dieser Welt ist die Folge von Widersprüchen auf- grund begrifflicher Ungenauigkei- ten und den daraus resultierenden Missverständnissen.“.
II.I. LOGIK IST Was ist Logik? Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, oder? Die Richtigkeit der Folge ist falsch, denn wie wollen wir die Richtigkeit überprüfen? Selbst ein Trugschluss basiert auf logi- schem Denken. Nun: Wir müssen zurück ins antike Griechen- land. Λογiζομαι33 ist Altgriechisch und steht sowohl für „den- ken“ als auch für „rechnen“. Die Griechen kennen dafür nur ei- nen Begriff. Somit muss man sich bei dieser Definition an die Mathematik halten. Wenn wir logisch denken, gehen wir von einer Basis aus, leiten aus dieser ab und erhalten daraus ein Er- gebnis. Eigentlich ganz einfach, oder? Doch nicht? Selber den- ken macht schlau. Was ist Basis, Herleitung, Ergebnis? Das ist natürlich schwierig, denn es kann alles Mögliche Basis sein. Basen sind immer der jeweilige Ausgangspunkt: ein Axiom, eine Definition, ein Lehrsatz, ein Dogma, eine Meinung, ein Grundsatz ... Ich formuliere es mal mathematisch: Ɐ⌐ⱻ (5): „Consectaritas derivatio even- tus est, quo comparatione et aequatio- ne differentiam vel aequalitatem co- gnoscatur.“34 Erläuterung: 1 + 1 = 2 (Basis), 1 + 2 = 3 (Ableitung), +1 (Ergebnis). Es folgt: 1 + 1 = 2 (Basis) 1,5 + 0,5 = 2 (Ableitung) +/0 (Er- gebnis) Das mathematische Beispiel ist noch recht einfach. Schwierig wird es dann, wenn es mal nicht genauso aussieht. Man kann sich das wie die Grammatik vorstellen: Da Sprache ziemlich kreativ ist (auch Latein), ergeben sich die betreffen- den Regeln auch erst durch die Erfahrung: Learning by doing! Man kann also dieses Beispiel nicht für alle Eventualitäten im 33 Logizomai. 34 Logik ist die Herleitung eines Ergebnisses, durch dessen mittels eines Vergleichs Gleichheit oder Ungleichheit festgestellt werden kann. 37.
Voraus berechnen, wie man auch sämtliche Grammatikregeln nicht im Voraus berechnen kann. Das wäre nur dann möglich, wenn, am Beispiel der Grammatik, sämtliche möglichen Satz- konstruktionen bestimmt werden könnten. Somit ist der Einzel- ne hier dann selbst gefordert. Man kann nicht verallgemeinern, was im Einzelfall die Basis, Ableitung und das Ergebnis ist. Das ist je nach Situation selbst zu entscheiden. Wenn diese Ent- scheidung falsch ist, hat man die Arschkarte. Unter Umständen kann das Menschenleben kosten. Auch euer Eigenes! II.II. ZEIT IST Sicherlich nicht das Ticken an eurem Handgelenk, denn was ist dann mit Kindern, Tieren, Blinden ...die alle keine Uhr lesen können? Existiert für all die, die Zeit anders? Oder gar nicht? Was nun, Herr Einstein? Wie können Sie Experimente über die Zeit verallgemeinern, wenn Sie keine Ahnung vom Zeitbegriff haben und wenn noch dazu für Kinder, Tiere und Blinde Ihre Zeit nicht existiert? Sind dann Zeitreisen nur für diejenigen möglich, die die Uhr lesen können? WAS IST ZEIT, Gegen- wart, Vergangenheit, Zukunft? Definition! JETZT! Wie können Sie, Herr Einstein, behaupten, man altere nicht oder weniger bei einer Zeitreise, wenn Sie keine Ahnung von Medizin ha- ben? Schlägt Ihr Herz bei einer Zeitreise langsamer? Verschlei- ßen Ihre Organe weniger? Ɐ⌐ⱻ (6): „Tempus expansio mutationis fi- gurarum est.“35 Und das hat nur sehr indirekt mit der Uhr zu tun. Deswegen sind Zeitreisen auch unmöglich, denn: 35 Zeit ist die Ausdehnung der Veränderung von Körpern. 38.
Abbildung 8 1 + 2 = 3 Wir würden eine Zeitreise immer nur in der Gegenwart (2) be- ginnen können, da wir uns immer nur in dieser befinden. Daher ist dieses Rechteck auch größer. Bewegten wir uns jetzt aus diesem Rechteck heraus nach rechts oder links, verkleinerte sich automatisch das Rechteck der Gegenwart zum Quadrat und aus einem der beiden Quadrate würde ein Rechteck, Abbildung 8.1 weil 1 + 2 = 3 ist. Verändern wir eine Größe, verändern sich alle anderen dement- sprechend (Relativitätsprinzip). Wir hätten jetzt also beide Aus- gangspunkte verändert und könnten somit nicht mehr zurück, weil es unseren Startpunkt nicht mehr gibt. Ebenso gibt es auch die „ Zukunft“ nicht mehr, da die Zukunft abhängig ist von Ge- genwart und Vergangenheit. Für den Beweis von Zeitreisen ist die Widerlegung des Relativitätsprinzips zwingend! Also sind Zeitreisen unmöglich, weil wir gar nicht starten können, denn sobald wir nur einen Millimeter oder eine Nanosekunde in der Zeit zurückreisten, im selben Augenblick verschwindet unser Ausgangspunkt, denn dadurch, dass ich aus dem einen Recht- eck ins Quadrat reise, verändere ich sofort die Vergangenheit oder Zukunft. Es gibt hier keine Strecke, die Sie zurücklegen können, wie wir das aus Zurück in die Zukunft kennen, weil es keinen „physikalischen Raum“ der „Zeiten“ gibt. Sie existieren nur abstrakt und auch nur in der Grammatik! Und da der „Star- 39 Imperfectus Praesens Futur Imperfectus Praesens Futur.
traum“ definiert ist als x + 1 + y, existiert er nicht mehr, da nur noch x + 1 übrig ist. Somit muss man mir auch erstens die De- finition der Zeit widerlegen und zusätzlich, dass die Wahrheit abhängig ist von der Definition. Hierfür ist der Beweis der ab- soluten Wahrheit obligat, was wiederum die Widerlegung des Relativitätsprinzips bedingt. Abbildung 8.2 Somit können wir gar nicht starten, weil es uns nicht geben würde. Denn das Präsens ist ja als Rechteck bestimmt und nicht als Quadrat und vice versa. Zeitreisen sind unmöglich, da der Startpunkt unserer Reise nicht existiert! Ɐ⌐ⱻ (7): „Futura est visum actionum, quarum volens effectus non verificabi- lis est. (relativus ≠ dependens)“ 36 Um den Unsinn von Zeitreisen aufrechtzuerhalten, muss man mir diese Definition widerlegen. Μη λεγε, πραττο!37 Selbst wenn Zeitreisen möglich wären, wie will man das be- weisen? Denn von der Zukunft aus betrachtet ist die Gegenwart nicht mehr die Gegenwart, sondern die Vergangenheit, und von der Vergangenheit aus betrachtet ist die Vergangenheit plötzlich die Gegenwart (gegenwärtig) und die Gegenwart die Vergan- genheit (weil diese ja nun hinter mir liegt), weil die Zeit(en) bezüglich (relativ) sind. Widerlegung? Vorsicht Latein! 36 Zukunft ist das Erfassen einer Handlung, deren wollende (beabsichtigte) Wirkung nicht überprüfbar ist. (Latein kann nicht adäquat ins Deutsche, Englische etc. übersetzt werden!) Diese Übersetzung ist viel zu ungenau. Das ist einzig für Latinisten einsichtig. 37 Nicht labern, sondern machen! Altgriechisches Sprichwort. 40 Imperfectus Futur.
II.III MIT WELCHER METHODE GELANGT MAN ZU WISSEN? Wenn Ihnen meine Definitionen ein Rätsel sind, dann fragen Sie sich doch mal selbst: Wie gelangt Thales von Milet zu Wis- sen? Kommt Zeus vom Olymp und spricht: „Hier, mein lieber Thales, Dein Wissen“? Nein? Wie dann? Wie gelangt Eurer Meinung nach Thales von Milet im 7. Jahrhundert vor Christus zu Wissen, wenn es keines gibt? Seinen Thales-Kreis gibt es noch nicht. Es gibt keine arabischen Ziffern und keine Dezi- malzahlen. Die Griechen und Römer rechneten ausschließlich in echten Brüchen (½ u. ¼ = α/β u. α/δ). Griechische Mathematik: Abbildung 9 Wie also macht er das? Durch welches Mittel begründet er sei- ne Handlung? Beachte: Mathematik entzieht sich der Beobachtung und Erfah- rung! Es gibt in der Mathematik keine Phänomene. Es ist nicht das Ergebnis, das interessant ist, und auch nicht der Weg, son- dern der Grund, warum er so handelt. Denn das Ergebnis kön- 41.
nen Sie nicht widerlegen, wenn Sie das grundlegende Funda- ment nicht kennen. Aufgrund eines Ergebnisses können Sie nicht entscheiden, ob dieses richtig ist. Sie müssen immer das Fundament dazu kennen. Wie generiert Thales von Milet sein Wissen? Sie müssen sich diese Frage beantworten, wenn Sie z. B. Verschwörungstheoretiker u. Ä. entlarven wollen. Wenn Sie das nicht können, sind Sie unmündig! Durch welches Mittel gelangt ein Mathematiker völlig ohne Beobachtung und Erfah- rung zu seinem Wissen (Algebra, analytische Geometrie, Arith- metik, Primzahlen)? Durch welches Mittel gelangt Euklid zu seinen Axiomen? Durch welches Mittel ist es mir nun möglich, grammatische, mathematische, philosophische Lehrsätze und Definitionen zu formulieren? Wenn Sie am Anfang der Welt stehen, nackt und ohne Wissen: Was tun Sie, wenn jede Handlung Ihren Tod bedeuten kann? Wie gelangt Thales von Milet ohne Erfahrungswerte zu Wis- sen? II.IV EINE BEGRÜNDUNG IST, EIN BEWEIS IST Das ist jetzt absichtlich beigefügt, weil beides nicht dasselbe ist. Approbatio (m.), argumentatio (f.) Eine Begründung kann ein Beweis sein, muss es aber nicht. Eine Begründung ist ein- fach zu definieren, weil diese ja schon im Begriff selber steckt: Grund! Ergo: Eine Begründung ist der Verweis (relatio) auf ein Prinzip, eine Tatsache oder einen Grundsatz. Beispiel: 1 + 2 = 3, weil 1 + 1 = 2 ist. Kein Beweis, aber begründet. Beim Be- weis wird das schwieriger. Denn hier muss man nämlich strikt unterscheiden zwischen Beweis oder Tatsache. Auch bei der Tatsache verhält es sich so, dass diese ein Beweis sein kann, aber nicht muss. Was ist ein Beweis? Wenn ich sage: Der Schrank ist grün, obwohl er für dich braun ist, kann das nur dann richtig sein, wenn ich braun bzw. grün bestimme, z. B. der Schrank ist braun, da braun als …definiert ist. Wir hätten 42.
die Aussage also untermauert mit einer Definition. Demnach ist der Beweis schon einmal eine Untermauerung einer Aussage durch ... Hier jetzt durch eine Definition. 2. Beispiel: Deine Aussage ist richtig, da 1 + 2 = 3, weil 1 + 1 = 2 ist. Nun durch die Umkehrung der Ableitung. Beispiel: Du bist schuld, weil deine Fingerabdrücke auf dem Türschloss waren und es eine Videoaufzeichnung gibt. Ein Be- weis ist also bis jetzt die Untermauerung einer Behauptung durch Definitionen, Ableitungen und Tatsachen. Das ist aber noch nicht genug, denn wenn diese Tatsachen nur in der Mathematik oder Physik gültig sind, (Mengenlehre, spezielle Relativitäts- theorie), sind solche „Beweise“ wertlos. Das heißt, die Gültig- keit von Aussagen muss in allen Bezugssystemen gewährleistet sein, sofern es grundsätzlich nicht möglich ist, ein Bezugssys- tem vor dem anderen auszuzeichnen. Wenn die Wahrheit ab- hängig ist von der Definition, müssen Sie strikt in Begriffen und Definitionen denken können. Ansonsten werden Sie nie- mals eine richtige Entscheidung treffen. Sie müssen anhand der Definition entscheiden, ob dieses oder jenes ein Bezugssystem ist. Doch dazu später mehr. Ɐ⌐ⱻ (8): „Approbatio est corroboratio dic- ti vel principii exempli causa cum factis Vel derivationibus definitionibus, quae in systematibus omnibus relationum pariter ratus est, Qua Emendatio demonstratur.“38 Ɐ⌐ⱻ (8.1): „Argumentatio referre dogma- tis vel axiomatis vel facti est.“ 39 II.V 38 Ein Beweis ist die Untermauerung (Befestigung) einer Aussage bei- spielsweise durch Tatsachen, Ableitungen, Definitionen et alia, welche in allen Bezugssystemen gültig ist. Somit sind Beweise Deduktionen ihrer Prämissen. 39 Eine Begründung ist der Verweis auf einen Lehrsatz, Axiom oder Tatsa- che. 43.
„Ein Beweis ist die Untermauerung (Befestigung) einer Aussa- ge beispielsweise durch Tatsachen, Ableitungen, Definitionen et alia, welche in allen Bezugssystemen gültig ist.“ Das ist na- türlich Blödsinn, wenn diese „Axiome“ nicht gültig sind bzw. widersprüchlich. Man muss hier abstrakt denken: Es ist nicht folgerichtig, einen Beweis widerlegen zu wollen, da ein Beweis sonst kein Beweis wäre. Widerlegen können Sie nur zweifel- haftes, ergo nicht Folgerichtiges. Das heißt, dass Sie den Be- weis von 1 + 2 = 3, nämlich 1 + 1 = 2, nicht widerlegen kön- nen. Dieses System ist in sich widerspruchsfrei - Gödel! Das heißt, dass eine Definition oder ein Axiom nur dann zur Be- gründung taugen, wenn diese widerspruchsfrei sind. Sicherge- stellt wird dies mittels formaler Logik (Folgerichtigkeit). „Lie- be ist die Wertschätzung aufgrund gemeinsamer Interessen mit dem Ziel sexueller Handlungen.“ Wenn Sie hier keinen Wider- spruch aufzeigen können, ist diese Definition objektiv richtig, denn zukünftige Ereignisse existieren nicht. Widerspruchsfreie Aussagen, Axiome, Definitionen sind überall gültig. Die Wi- derspruchsfreiheit einer Definition stellt man mittels einer Wenn-dann-Beziehung fest. Das aber ist einzig mittels Kennt- nissen in formaler Logik möglich. Die objektive Richtigkeit oder Falsifikation/Widerlegung einer Definition wird also mittels der Wenn - Dann - Regel (reductio ad absurdum) sichergestellt. Obersatz: Es sei gegeben, dass die Definition „Liebe ist die Wertschätzung aufgrund gemeinsamer Interessen mit dem Ziel sexueller Handlungen“ falsch sei. Widerspruch 1: Dann ist auch falsch, dass Kinder aus Liebe gezeugt werden können. Widerspruch 2: Dann ist auch falsch, dass sexuelle Handlun- gen wertschätzend sein können. Widerspruch 3: Dann ist auch falsch, dass Gemeinsamkeiten für eine Liebesbeziehung nötig sind. Konklusion: Die Definition (Prämisse) muss also richtig sein. Es müssen nicht zwingend mehrere Widersprüche aufgezeigt 44.
werden; Die Widerspruchsbehauptung ist bereits durch Wider- spruch 1 widerlegt. Daraus ergibt sich die Unfehlbarkeit der Definition, im Ober- satz enthalten. Die reductio ad absurdum40 ist auch kein indirekter Beweis, sondern ein Widerspruchsbeweis mittels Aussagenlogik (Wenn – dann).41 Durch die reductio ad absurdum wird die Widerspruchsbe- hauptung widerlegt, wodurch ebenfalls ein unumstößlicher Beweis vorliegt, denn mathematische Beweise sind für alle Ewigkeiten gültig! Zweitens: Will ich Aussagen über Dinge treffen, dann muss ich den Stein erst einmal mit meinen Sinnen wahrnehmen. Aber nur durch die Wahrnehmung alleine kann ich keine Aussage über den Stein treffen. Dazu bedarf es dann Eigenschaften, die man festlegt (Dichte, Masse, Volumen), um diesen von einem Mobiltelefon zu unterscheiden. Ergo: Definition. Nur mit beidem: Den festgelegten Eigenschaften und der Sin- neswahrnehmung ist es möglich, wahrheitsgemäße Aussagen über Dinge zu treffen. Dabei ist es unerheblich, ob ich die Be- griffe Radon, Argon, Propan untereinander austausche. Dann hat Radon eben die Eigenschaften von Argon und umgekehrt. Ändert nichts an deren Unterscheidbarkeit. Ob Argon = 23, Ra- don = 24 oder umgekehrt, ist egal. Was man nicht kann, ist hin- ter die Begriffe zu schauen. Warum πετρος42 nun Stein heißt, können wir nicht in Frage stellen. Si omne atrum, nihil! Der indirekte Beweis (reductio ad absurdum) lässt sich wie folgt intuitiv rechtfertigen: Wenn sich aus einer Annahme ein Widerspruch herleiten lässt, gilt: Wenn die Annahme wahr ist, ist auch der Wider- spruch wahr. Ein Widerspruch kann aber niemals 40 Zurückführung ins Widersinnige. 41 Grundkurs Philosophie, Band I Logik, Wolfgang Detel, Reclam, 2007, Seite 68-81, ISBN: 978-3-15-018468-4. 42 Petros (altgr.), Petrus (lat.). 45.
wahr sein. Die Annahme kann daher nicht wahr sein, muss also falsch sein.43 Drittens: Zusätzlich zu alldem benötigen wir noch eine Mög- lichkeit oder ein Kriterium zur Festlegung des Beweiswertes. Denn ein Beweis, der nur aus Annahmen besteht: Wenn das Haus grün wäre, ist die Tür blau, hat keinen Wert, da der Fol- gesatz nur wahr (w) ist, wenn auch der Konditionalsatz eben- falls wahr (w) ist. Prämisse Wahrheitswert Annahme 25 % Wahrscheinlich 50 % Höchstwahrscheinlich 75 % Axiom 99,99 % Erwiesen (empirisch, logisch) 100 % Tabelle 5 Das Problem ist in der nachfolgenden Grafik nicht die Ablei- tung, sondern der Beweis der Prämissen (Definitionen, Tatbe- stand StGB …). Die beste Untermauerung einer Prämisse ist, wie im Falle des deterministischen, topologischen Gottesbe- weises, das Faktenargument oder aber die Begründung einer Prämisse (Definition …), denn dadurch wird diese überprüfbar und die eventuelle Widerlegung möglich (siehe Definition des Beweises). Allerdings müssen, bezogen auf das Argumentum ad ignorantiam, auch Zweifel begründet werden: Unwissenheit gilt nicht und ist kein Mittel zur Widerlegung von Argumen- ten.44 Formal: Herr Henry, Ihre Definition des Beweises ist falsch, weil … Und das kann man nicht mit seinen eigenen Überzeugungen tun, sondern stets nur mittels formaler Logik, denn nur weil Sie davon überzeugt sind, dass Sie viel zu wenig verdienen, ist das noch lange nicht objektiv richtig. 43 https://de.wikipedia.org/wiki/Reductio_ad_absurdum 44 https://de.wikipedia.org/wiki/Russells_Teekanne 46.
Abbildung 1045 II.VI EIN BEZUGSSYSTEM IST In der Geometrie wird dies als Koordinatensystem bezeichnet, was aber auch wieder falsch ist, denn Koordinatensystem = Be- zugssystem. In einem Bezugssystem beziehen sich alle Mes- sungen auf den Beobachter. Das heißt, dass ich auf dem Mars eine weitaus geringere Lebenserwartung habe als auf der Erde. Deswegen sterbe ich aber nicht früher, weil es keine absolute Zeit gibt. Auch wiege ich auf dem Mars weniger, weil die Schwerkraft dort geringer ist. Ɐ⌐ⱻ (9): „Systema relatia est circumiec- tus terminatus contemplatoris, in qui- bus se omnes exituum et dictorum ad eo congruenter sunt.“46 45 Urheber: http://kulla.me/de/ Stephan Kulla 2011 46 Ein Bezugssystem ist die begrenzte Umgebung des Betrachters, in wel- chem sich alle Ergebnisse. und Aussagen kongruent zu diesem verhalten. 47.
II.VII FREIHEIT IST Auch dies muss definiert werden. Es kursieren da sämtliche un- sinnigen Definitionen, in der Qualität derer, welche die WHO so parat hat. Staatliche Repression oder Bevormundung ist das Gegenteil von Freiheit. Ergo muss Freiheit logischerweise das Gegenteil von Bevormundung sein. Folglich ist Freiheit schon mal die Unabhängigkeit …, denn sobald man abhängig ist, ist man nicht frei in seinen Entscheidungen. Ob es nun dafür Wis- sen braucht, ist irrelevant. Definitionen sind unabhängig vom persönlichen Befinden. Es geht hier auch nicht explizit um Rücksicht, Solidarität und dergleichen, sondern einzig und al- lein um die Freiheit. Stellt sich nun die Frage: Welche Unab- hängigkeit? Unabhängigkeit von den Mitmenschen, vom Staat, von Russland, USA, von Waffen, von Gewalt? Kann alles sein. Freiheit ist also die Unabhängigkeit von den Eingriffen Dritter. Denn die Unabhängigkeit von den Freunden oder dem Lebens- partner ist sinnlos, weil man dann keine Beziehung führen könnte, und zweitens konkurrierte dies sonst mit der Definition des Liebesbegriffs. Natürlich sollte auch eine Partnerschaft nicht zu solchen „Gefälligkeiten“ führen, welche Abhängigkei- ten zur Folge haben. Die Unabhängigkeit von Staat, Arzt und Arbeitgeber ist jedoch möglich und muss auch angestrebt wer- den, weil all diese Eingriffe die Freiheit des Einzelnen ein- schränken. Zugegebenerweise, derzeit leider noch einschrän- ken müssen aufgrund fehlender Bildung des Mainstreams und des derzeitigen Raubtierkapitalismus. Wenn der Arzt befiehlt, den Alkoholkonsum einzuschränken, ist das ein Eingriff Drit- ter! Es braucht also Wissen und Einsicht, um selbstständig un- fehlbare Entscheidungen zu treffen. Derjenige, der frei sein will, muss in der Lage sein, alle Entscheidungen, die ihm bis- her abgenommen worden sind, zukünftig selber zu treffen. Das betrifft sämtliche Entscheidungen des öffentlichen Lebens wie Straßenbau, Umweltschutz, Abgastechnik, Herleitung von Ge- setzen und Verfassungen etc. und der Erhaltung der Gesundheit 48.
(dies beinhaltet die Kenntnis von Lebensmitteln inklusive sämtlicher chemischer Reaktionen dieser sowie sämtlicher sportmedizinischer Erkenntnisse usw.). Somit muss derjenige nun wissen, wie man vernünftig Muskeln aufbaut, kocht, Stra- ßen baut etc. Da man nicht alles studieren kann, sollte man ge- wisse Situationen im Leben möglichst vermeiden, bei denen ein Betrug oder Irrtum gravierende Folgen haben kann, z. B. Krankenhausaufenthalte, Medikamenteneinnahme etc. Jeder Mensch darf sich sehr gerne abhängig machen, nur ist er dann nicht frei. Man muss wählen: Sicherheit oder Freiheit! Beides gleichzeitig ist unmöglich! Ɐ⌐ⱻ (10): „Libertas indepentia (absolutio) a oppositu tertiorum est.“47 weil jedes Säugetier abhängig ist von ausreichender Energiezu- fuhr zur Selbsterhaltung und weil es prinzipiell möglich ist, sich oben erwähntes Wissen selbst mit den Mitteln der Logik anzueignen. Pythagoras und Thales hatten auch keine Lehrer! Die Voraussetzungen des Einzelnen sind hierbei völlig uner- heblich. Diese zu schaffen, ist Aufgabe der Politik! II.VIII GENUSS IST Ist er jetzt blöd? Keineswegs. Auch dies muss definiert werden, da Genuss grundsätzlich gesundheitsschädlich ist. Also muss man wieder bestimmen, was Genuss denn tatsächlich ist. Kann Alkohol im Übermaß wirklich ein Genuss sein? Es ist unerheb- lich, ob etwas täglich und günstig verfügbar ist. Ein Genuss- mittel ist etwas nicht Lebensnotwendiges. Essen und Trinken muss ich, aber da reichen auch ein Leberwurstbrot und Wasser und Obst und Gemüse. Da werd' ich auch satt und verhungere nicht. Weder Alkohol noch Nikotin noch Coffein noch Zucker ... sind lebensnotwendig. Wenn ein Atomkrieg oder Su- 47 Freiheit ist die Unabhängigkeit von den Eingriffen Dritter.“ 49.